Frischer Kaffee auf dem Balkon mit Blick auf die Berge, zuverlässiges Internet und das alles für weniger als die Hälfte dessen, was du zu Hause bezahlst – klingt wie ein Traum? Genau so sieht der Alltag für viele digitale Nomaden aus, die Georgien für sich entdeckt haben. Die Lebenserhaltungskosten in Georgien spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie machen es möglich, mit einem überschaubaren Budget komfortabel zu leben, zu arbeiten und dabei Neues zu entdecken. Ob du einen langfristigen Wohnsitz suchst oder nur für ein paar Monate durchatmen willst – Georgien bietet die perfekte Mischung aus bezahlbarem Lebensstil, beeindruckender Landschaft und wachsendem Nomaden-Netzwerk.
Das Wichtigste in Kürze
Georgien ist ein ideales Ziel für digitale Nomaden, denn du kannst dort schon mit 700 bis 1.200 Euro im Monat komfortabel leben – je nachdem, wie du wohnst und lebst, geht es sogar noch günstiger.
Die Lebenshaltungskosten schwanken je nach Stadt: In Tiflis zahlst du für eine zentrale Wohnung zwischen 400 und 600 Euro, während du in Batumi oder Kutaisi schon für 250 bis 350 Euro monatlich gut unterkommst – besonders in der Nebensaison.
Lebensmittel, Verkehr und Alltag sind in Georgien sehr erschwinglich: Ein Wochen-Großeinkauf kostet oft weniger als 40 Euro, ein Restaurantbesuch ab 3 Euro und eine Fahrt mit der Metro unter 20 Cent – selbst mit kleinem Budget kannst du überall bequem leben.
Auch steuerlich lohnt sich Georgien für Selbstständige, denn als „Individual Entrepreneur“ kannst du dein Einkommen mit nur 1 % versteuern – einfach, transparent und ohne hohe Sozialabgaben oder komplizierte Bürokratie.
Tiflis, Batumi und Kutaisi bieten unterschiedliche Lebensgefühle: Während Tiflis als Kreativmetropole mit bester Infrastruktur punktet, bietet Batumi Sommer, Strand und Urbanität, und Kutaisi überzeugt mit Ruhe, Naturzugang und sehr niedrigen Mieten – ideal also zum Ausprobieren und Wechseln.
Lebenserhaltungskosten in Georgien: Was digitale Nomaden wissen müssen
Wie hoch sind die Lebenserhaltungskosten in Georgien im Monat?
Für digitale Nomaden sind die Lebenserhaltungskosten in Georgien ein echter Pluspunkt. Je nach Lebensstil bekommst du hier schon ab rund 700 bis 1.200 Euro im Monat alles, was du für ein angenehmes Leben brauchst – inklusive Miete, Essen, Transport und Freizeit. Wenn du sparsam lebst und eine Unterkunft außerhalb des Stadtzentrums wählst, kannst du sogar unter 600 Euro bleiben. Wer etwas mehr Komfort möchte oder regelmäßig in Restaurants isst, sollte mindestens 1.000 Euro monatlich einplanen.
Unterschied zwischen Tiflis, Batumi und Kutaisi: Wo lebt es sich günstiger?
Die drei beliebtesten Städte für digitale Nomaden in Georgien sind Tiflis, Batumi und Kutaisi. Tiflis ist die Hauptstadt und bietet die beste Infrastruktur, dafür sind hier die Mieten am höchsten. Eine zentrale Wohnung kostet dich zwischen 400 und 600 Euro im Monat. Weiter draußen wird’s günstiger. In Batumi, der Stadt am Schwarzen Meer, kannst du für etwa 300 bis 500 Euro wohnen. Kutaisi ist am günstigsten: Hier bekommst du bereits für 200 bis 350 Euro eine gute Wohnung. Der Alltag (Essen, Transport und Co.) ist in allen drei Städten ähnlich günstig. Wer wirklich sparen möchte, wählt also eher Kutaisi oder Batumi außerhalb der Saison.
Lebensmittel, Miete & Co: Was kostet das tägliche Leben?
Lebensmittel sind in Georgien deutlich günstiger als in Zentraleuropa. Für frisches Gemüse, Brot und Käse zahlst du auf dem Markt nur wenige Euro. Ein Großeinkauf im Supermarkt für eine Woche liegt oft bei 20 bis 40 Euro. Lokale Restaurants bieten Hauptgerichte für 3 bis 8 Euro, westliche Restaurants kosten meist das Doppelte. Öffentliche Verkehrsmittel sind super erschwinglich – eine Fahrt mit der U-Bahn in Tiflis kostet unter 20 Cent. Auch Strom, Gas und Internet sind preiswert: Für eine Einzimmerwohnung liegen die Nebenkosten selten über 50 Euro im Monat.
Wie viel Geld braucht man zum Leben in Georgien als Ausländer?
Wenn du als digitaler Nomade oder Selbstständiger nach Georgien ziehst, hängt dein monatlicher Bedarf stark vom Wohnort und deinem Lifestyle ab. Plan sicherheitshalber 1.000 Euro ein, um entspannt leben und auch mal unterwegs sein zu können. Damit deckst du Miete, Essen, Transport, Freizeit sowie gelegentliche Ausflüge oder Coworking-Spaces ab. Nutzt du lokale Angebote und wohnst außerhalb des Zentrums, geht es aber auch günstiger. Insgesamt gehören die Lebenserhaltungskosten in Georgien damit zu den niedrigsten in Europa – ohne dass du auf Lebensqualität verzichten musst.
Günstig reisen und wohnen: Spartipps für deinen Alltag
So findest du bezahlbare Unterkünfte in Georgien
Als digitaler Nomade möchtest du sicher möglichst günstig, flexibel und komfortabel wohnen – genau das ist in Georgien gut machbar. Besonders Langzeitaufenthalte lohnen sich, denn viele Vermieter bieten bei mehreren Wochen oder Monaten deutlich bessere Preise. Suche gezielt auf Plattformen wie Airbnb (mit Monatsrabatten), Facebook-Gruppen für Expats oder lokalen Portalen wie ss.ge. Dort findest du auch Wohnungen ohne Vermittlungsgebühren.
Direkt vor Ort kannst du mit Maklern verhandeln oder gezielt in lokalen Cafés und Coworking-Spaces Aushänge beachten. Viele Vermieter sprechen etwas Englisch, ansonsten hilft dir Google Translate oder ein georgischer Bekannter. Gerade außerhalb von Tiflis sind Mieten erstaunlich niedrig. In Batumi oder Kutaisi bekommst du moderne Ein-Zimmer-Wohnungen ab ca. 250 Euro monatlich. In Tiflis musst du etwas mehr einplanen, aber auch hier gilt: Wer sich vom Zentrum weg bewegt, spart deutlich.
Lege dir ein Budget fest und kläre vorher, was im Mietpreis enthalten ist – z. B. Internet, Nebenkosten oder Möbel. Viele Wohnungen sind möbliert, aber der Zustand variiert stark, also achte bei der Besichtigung genau auf Sauberkeit, Küchenausstattung und Funktionalität. Praktisch: Die Lebenserhaltungskosten in Georgien sind so niedrig, dass du dir auch mit kleinerem Einkommen eine gute Unterkunft leisten kannst.
Wenn du auf noch mehr Flexibilität setzen willst, bieten Hostels und Guesthouses oft Monatszimmer, speziell in der Nebensaison. Dort triffst du auch direkt andere Reisende und lernst schneller Einheimische kennen. Für eine echte Nomaden-Erfahrung kannst du dich alle paar Monate neu orientieren – Georgien ist klein, die Infrastruktur solide und der Tapetenwechsel bringt frische Energie in deinen Alltag.
Ein letzter Spartipp: Achte auf Heiz- oder Kühlkosten. In vielen Altbauten gibt es keine zentrale Heizung, also plane im Winter ggf. Heizkosten ein. Im Sommer kann es ohne Klimaanlage heiß werden – ein Aspekt, den du bei der Wohnungswahl bedenken solltest.
Georgien als steuerlich attraktives Ziel für Selbstständige
Wie sind die Steuern in Georgien für digitale Nomaden?
Wenn du als Selbstständiger ortsunabhängig arbeitest, spielen niedrige Steuern eine große Rolle – und genau hier punktet Georgien. Das Land hat sich in den letzten Jahren gezielt für ausländische Unternehmer geöffnet und bietet ein einfaches, günstiges und transparentes Steuersystem. Wenn du längerfristig in Georgien bleibst – also mehr als 183 Tage im Jahr – giltst du als steuerlich ansässig. Das kann sich für viele digitale Nomaden lohnen.
Eine der interessantesten Optionen ist die Registrierung als „Individual Entrepreneur“. Damit kannst du deine Einkünfte mit einem fixen Steuersatz von nur 1 % versteuern – vorausgesetzt, dein Jahresumsatz übersteigt nicht ca. 500.000 GEL (georgische Lari). Diese Form ist vor allem für Einzelpersonen mit stabilem oder wachsendem Einkommen attraktiv. Du musst dafür ein Gewerbe anmelden, Buchhaltung führen und einmal im Monat deine Umsätze melden – aber alles ist weit weniger bürokratisch als in vielen EU-Ländern.
Auch ohne Anmeldung als Unternehmer kannst du deine freien Einkünfte durch das lokale Steuersystem relativ unkompliziert versteuern. Die persönlichen Einkommenssteuersätze liegen bei 20 %, allerdings kommen für nicht-gewerbliche Tätigkeiten (z. B. Online-Coaching, Freelancing) oft andere Modelle in Frage. Wichtig ist, dass du deine individuelle Situation vorher prüfst – vor allem, wenn du weiterhin Zahlungen aus dem Ausland erhältst. Ein Gespräch mit einem georgischen Steuerberater kann helfen, das für dich passende Modell zu finden.
Was ebenfalls wichtig ist: Georgien erhebt keine Vermögenssteuer und keine Sozialversicherungsbeiträge für Selbstständige – das spart dir jeden Monat Geld. Und dank der niedrigen Lebenserhaltungskosten in Georgien bleibt dir am Ende deutlich mehr von deinem Umsatz übrig als in vielen westeuropäischen Ländern.
Behalte aber im Blick, dass du dich als Steuerinländer von deinem bisherigen Wohnsitzstaat abmelden solltest, wenn du wirklich nur in Georgien versteuern möchtest. Steuerliche Doppelansässigkeit kann schnell kompliziert werden. Wer den Schritt gut plant, kann in Georgien aber nicht nur günstig leben, sondern auch steuerlich deutlich entspannter durchstarten.
Reisetipps und Alltagserfahrungen aus erster Hand
Welche Städte in Georgien sind besonders beliebt?
Georgien ist nicht nur wegen der Lebenserhaltungskosten in Georgien für digitale Nomaden so interessant – sondern auch wegen seiner Vielfalt auf kleinem Raum. Du kannst innerhalb weniger Stunden vom quirligen Stadtleben ins ruhige Bergdorf oder ans Schwarze Meer fahren. Drei Städte stehen dabei ganz oben auf der Liste, wenn es darum geht, wo man als digitaler Nomade gut leben und arbeiten kann.
Tiflis ist der beliebteste Ausgangspunkt für viele. Die Hauptstadt bietet die beste Infrastruktur, schnellstes Internet im Land und die größte Auswahl an Cafés, Coworking-Spaces und internationalen Restaurants. Egal ob du kreativ arbeitest, Online-Business machst oder einfach Anschluss suchst: In Tiflis findest du eine aktive Community an digitalen Nomaden, Expats und Gründern. Die Atmosphäre ist international, aber dennoch authentisch georgisch – mit Altstadtgassen, Schwefelbädern und Street Art an jeder Ecke.
Batumi zieht vor allem in den Sommermonaten viele an, die Meeresluft und Palmen suchen. Die Stadt direkt am Schwarzen Meer vereint Strand mit Urbanität. Sie ist moderner als viele andere Orte im Land, jedoch kleiner als Tiflis. Das macht Batumi zu einem entspannten Ort zum konzentrierten Arbeiten – vor allem, wenn du eine Pause vom Großstadttrubel suchst. Auch hier findest du Coworking-Spaces und eine wachsende Community, besonders während der warmen Monate.
Kutaisi ist die unterschätzte Alternative. Weniger touristisch, entspannter Alltag, und die Mieten sind oft am niedrigsten. Die Stadt liegt geografisch ideal für Ausflüge ins ganze Land – ob nach Tiflis, in die Berge oder ans Meer. Wenn du minimalistisch unterwegs bist, gerne in Ruhe arbeitest und etwas Lokalkolorit nicht scheust, ist Kutaisi ein echter Geheimtipp. Die Stadt wird zunehmend digital-nomadenfreundlich, auch wenn es dort noch nicht so viele internationale Angebote gibt.
Alle drei Städte haben ihre Eigenheiten. Wenn du länger bleiben möchtest, lohnt es sich, zu Beginn ein paar Wochen durchzuwechseln. So hast du einen direkten Vergleich und findest schneller heraus, welcher Ort zu deinem Lebensstil und deiner Arbeit passt. Dank der niedrigen Lebenserhaltungskosten in Georgien kannst du dir diese Flexibilität auch mit kleinerem Budget leisten.
Fazit
Georgien ist ein äußerst attraktives Ziel für digitale Nomaden, die kostenbewusst leben und gleichzeitig nicht auf Lebensqualität verzichten möchten. Die monatlichen Lebenserhaltungskosten liegen je nach Lebensstil zwischen 600 und 1.200 Euro – inklusive Miete, Essen, Transport und Freizeit. Besonders Städte wie Kutaisi und Batumi sind dabei günstiger als die Hauptstadt Tiflis, bieten aber dennoch eine solide Infrastruktur und gute Lebensbedingungen.
Auch bei der Wohnungssuche lässt sich sparen: Wer länger bleibt oder außerhalb des Stadtzentrums sucht, profitiert von niedrigeren Mietpreisen. Plattformen wie Airbnb oder lokale Portale helfen dabei, passende Unterkünfte zu finden. Der Alltag ist dank günstiger Lebensmittelpreise, erschwinglichem Nahverkehr und moderaten Nebenkosten ebenfalls sehr preiswert.
Ein weiterer Pluspunkt ist das steuergünstige Umfeld. Selbstständige können durch das „Individual Entrepreneur“-Modell mit nur 1 % Einkommensteuer profitieren und erleben weniger Bürokratie als in vielen europäischen Ländern. So bleibt am Monatsende mehr vom Einkommen übrig.
Zusätzlicher Reiz: Georgien bietet durch seine kompakte Größe viel Abwechslung – vom Stadtleben in Tiflis über das Meeresflair in Batumi bis hin zur entspannten Atmosphäre in Kutaisi. Wer flexibel arbeitet, kann leicht zwischen den Städten wechseln und unterschiedliche Lebensstile ausprobieren.
Insgesamt ist Georgien ein echter Geheimtipp für digitale Nomaden, die preiswert, komfortabel und steuerlich vorteilhaft leben möchten – ohne auf kulturelle Vielfalt, gute Infrastruktur und persönliche Freiheit verzichten zu müssen.