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Arbeiten von unterwegs

Krankenversicherung in Dänemark einfach erklärt

Krankenversicherung in Dänemark einfach erklärt

Krankenversicherung in Dänemark einfach erklärt

Krankenversicherung in Dänemark einfach erklärt

Krankenversicherung in Dänemark einfach erklärt

Krankenversicherung in Dänemark

Inhaltsverzeichnis

Montagmorgen, Laptop aufgeklappt, Meeresrauschen im Hintergrund und der nächste Zoom-Call steht an – so oder so ähnlich sieht der Alltag vieler digitaler Nomaden in Kopenhagen, Aarhus oder auf Bornholm aus. Die Freiheit, ortsunabhängig zu arbeiten, bringt viele Vorteile – aber auch neue Herausforderungen. Eine der wichtigsten Fragen dabei: Wie funktioniert die Krankenversicherung in Dänemark, wenn du als Selbstständiger oder Freelancer länger dort leben und arbeiten möchtest? In diesem Artikel erfährst du, was du wissen musst, um auch im Ausland medizinisch gut abgesichert zu sein – ganz ohne bürokratischen Stress.

Das Wichtigste in Kürze

Wenn du als digitaler Nomade länger als drei Monate in Dänemark bleibst oder deinen Wohnsitz dorthin verlegst, musst du dich offiziell beim dänischen Gesundheitssystem anmelden und erhältst über deine persönliche CPR-Nummer automatisch Zugang zur staatlichen Krankenversicherung.

Das dänische Gesundheitssystem ist steuerfinanziert – das bedeutet, du zahlst keine monatlichen Beiträge wie in Deutschland, sondern wirst über deine Einkommenssteuer abgesichert, sobald du in Dänemark steuerpflichtig bist und offiziell registriert wurdest.

Die Sundhedskort, also die gelbe Gesundheitskarte, erhältst du nach deiner Anmeldung – sie ist dein Zugangsschlüssel zu Ärzten, Kliniken und öffentlichen Leistungen im Gesundheitssystem, die größtenteils kostenlos oder stark vergünstigt sind.

Eine private Krankenversicherung ist in Dänemark freiwillig und nur als Ergänzung gedacht – etwa für schnellere Arzttermine oder mehr Leistungen; internationale Versicherungen sind eine sinnvolle Alternative, wenn du nicht dauerhaft in Dänemark arbeitest oder oft unterwegs bist.

Für kürzere Aufenthalte unter drei Monaten reicht meist deine europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) aus, um bei Notfällen behandelt zu werden – für umfassenderen Schutz lohnt sich aber eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, vor allem bei Workations oder wenn du viel reist.

Krankenversicherung in Dänemark: Was du als digitaler Nomade wissen musst

Wer muss sich in Dänemark krankenversichern?

Wenn du dich als digitaler Nomade länger als drei Monate in Dänemark aufhältst oder dort offiziell Wohnsitz nimmst, gilt: Du musst dich beim dänischen Gesundheitssystem anmelden. Das bedeutet auch, dass du eine Krankenversicherung in Dänemark brauchst. Kurzaufenthalte unter drei Monaten deckst du in der Regel über deine europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) oder eine private Auslandskrankenversicherung ab. Sobald du jedoch deinen Lebensmittelpunkt nach Dänemark verlegst, greift diese Regelung nicht mehr. Dann wirst du Teil des staatlichen Gesundheitssystems.

Wie funktioniert das dänische Gesundheitssystem für Ausländer?

Dänemark bietet ein steuerfinanziertes Gesundheitssystem, das allen Einwohnern – auch Ausländern mit dauerhaftem Aufenthalt – Zugang zu medizinischer Versorgung ermöglicht. Sobald du dich offiziell im Land anmeldest (über die sogenannte CPR-Nummer), wirst du automatisch in das öffentliche System aufgenommen. Dann bekommst du auch das wichtige Sundhedskort (die gelbe Gesundheitskarte), mit der du Arzttermine vereinbaren und medizinische Leistungen kostenlos oder stark vergünstigt nutzen kannst.

Unterschied zwischen öffentlicher und privater Krankenversicherung in Dänemark

In Dänemark basiert das Gesundheitssystem hauptsächlich auf der öffentlichen Versorgung. Eine private Krankenversicherung ist in der Regel freiwillig und wird ergänzend abgeschlossen, zum Beispiel um bestimmte Leistungen wie schnellere Facharzttermine oder Zahnbehandlungen abzudecken. Die meisten digitalen Nomaden verlassen sich zunächst auf das öffentliche System, da es eine solide Grundversorgung bietet. Wenn du aber anspruchsvoller bist oder bestimmte medizinische Bedürfnisse hast, kann eine private Zusatzversicherung sinnvoll sein.

Was kostet eine Krankenversicherung in Dänemark?

Die Krankenversicherung in Dänemark wird über Steuern finanziert – das heißt, es gibt keine direkten monatlichen Beiträge wie in Deutschland. Stattdessen zahlst du Einkommenssteuer, aus der das Gesundheitssystem gespeist wird. Wenn du also offiziell in Dänemark arbeitest und dein Einkommen dort versteuerst, bist du automatisch versichert. Zusatzversicherungen, falls gewünscht, kosten meist zwischen 20 und 60 Euro pro Monat – je nach Deckung und Anbieter. Für digitale Nomaden mit niedrigem Einkommen oder für alle, die nicht offiziell in Dänemark steuerpflichtig sind, kann eine private internationale Krankenversicherung eine Alternative sein.

Als Selbstständiger in Dänemark versichert bleiben

Welche Krankenversicherung brauchen digitale Nomaden in Dänemark?

Wenn du als digitaler Nomade in Dänemark lebst und arbeitest, ist die Krankenversicherung in Dänemark ein wichtiger Punkt auf deiner To-do-Liste. Grundsätzlich bist du über das dänische Gesundheitssystem versichert, sobald du deinen Wohnsitz dorthin verlegst und eine CPR-Nummer beantragst. Diese Nummer ist dein Schlüssel zum öffentlichen System. Als Selbstständiger wirst du dann automatisch in das staatliche System aufgenommen – unabhängig davon, ob du angestellt oder freiberuflich arbeitest. Du zahlst keine separate Versicherungsprämie, sondern finanzierst deine medizinische Versorgung über die Einkommensteuer. Deine Tätigkeit, ob Teilzeit oder Vollzeit, spielt dabei keine Rolle – wichtig ist, dass du offiziell in Dänemark registriert bist.

Bietet Dänemark eine Pflichtversicherung für Selbstständige?

Ja, wenn du in Dänemark lebst und Einkommen erzielst, bist du automatisch verpflichtet, dich am öffentlichen Gesundheitssystem zu beteiligen. Das geschieht nicht über eine klassische Pflichtversicherung wie in Deutschland, sondern durch deine Steuerzahlungen. Sobald du registrierter Selbstständiger bist und Einkommen generierst, wirst du als Teil der Allgemeinheit betrachtet – und damit auch automatisch krankenversichert. Du brauchst dafür keine separate Anmeldung bei einer Krankenversicherung, nur die Registrierung bei der Steuerbehörde (SKAT) und deine CPR-Nummer.

Was passiert mit meiner deutschen Versicherung, wenn ich in Dänemark lebe?

Wenn du dauerhaft nach Dänemark ziehst und dich dort beim Einwohnerregister anmeldest, verlierst du in der Regel deinen Anspruch auf die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland. Die meisten deutschen Kassen schreiben dich aus, sobald du keinen Wohnsitz und kein Einkommen mehr in Deutschland hast. In diesem Fall solltest du deine deutsche Krankenversicherung rechtzeitig kündigen oder Ruhezeiten klären, falls du nur vorübergehend wegziehst. Kläre idealerweise vorher, ob ein späterer Wiedereintritt möglich ist – gerade bei privaten Lösungen lohnt sich ein genauer Blick.

Kann ich mich privat krankenversichern in Dänemark?

Ja, es gibt private Kranken­versicherungen – allerdings nur als Ergänzung zum öffentlichen System. Eine reine private Absicherung wie in Deutschland ist in Dänemark unüblich und kaum möglich für neue Einwohner. Wenn du mehr Leistungen oder weniger Wartezeiten möchtest, kannst du zusätzlich zum staatlichen System eine private Zusatzversicherung abschließen. Alternativ gibt es auch internationale Krankenversicherungen, die speziell für digitale Nomaden gedacht sind. Diese greifen besonders dann, wenn du zwar in Dänemark wohnst, aber dort kein Einkommen versteuerst oder viel unterwegs bist. Was für dich passt, hängt davon ab, wie mobil du bist – und wie lange du wirklich in Dänemark bleiben willst.

Praktische Tipps zur Anmeldung deiner Krankenversicherung in Dänemark

Wie melde ich mich beim Gesundheitssystem in Dänemark an?

Wenn du als digitaler Nomade länger in Dänemark bleiben und medizinisch abgesichert sein möchtest, musst du dich beim staatlichen Gesundheitssystem anmelden. Der erste Schritt dafür ist die Beantragung der CPR-Nummer – diese persönliche Identifikationsnummer bekommst du nach der Anmeldung bei der dänischen Kommune (Gemeindeverwaltung).

Dafür brauchst du zunächst einen festen Wohnsitz in Dänemark – etwa eine Mietwohnung oder ein WG-Zimmer mit Mietvertrag. Mit dieser Adresse meldest du dich im „Folkeregister“ deiner Kommune an. Bei der persönlichen Anmeldung bekommst du oder beantragst du die CPR-Nummer. Sobald du diese Nummer hast, wirst du automatisch in das öffentliche Gesundheitssystem aufgenommen. Deine Krankenversicherung in Dänemark läuft dann über das Steuersystem, ohne dass du separate Beiträge zahlen musst.

Was ist das gelbe Gesundheitskärtchen “Sundhedskort”?

Nach der Registrierung bekommst du das sogenannte Sundhedskort – eine gelbe Gesundheitskarte, die dir Zugang zu allen Leistungen im öffentlichen Gesundheitssystem ermöglicht. Auf der Karte sind dein Name, deine CPR-Nummer und der Kontakt deines Hausarztes (praktiserende læge) vermerkt. Mit dem Sundhedskort kannst du Arzttermine vereinbaren, wirst in Kliniken behandelt und hast Anspruch auf viele kostenlose oder stark reduzierte Leistungen – von Vorsorge bis Notfallversorgung.

Ohne dieses Kärtchen gestaltet sich der Zugang schwerer, daher solltest du es immer dabeihaben. Die Zusendung erfolgt in der Regel per Post innerhalb weniger Wochen nach deiner Anmeldung.

Welche Unterlagen brauche ich für die Anmeldung?

Für die Anmeldung zur Krankenversicherung in Dänemark über die CPR-Nummer brauchst du in der Regel:

  • Gültigen Reisepass oder Personalausweis
  • Aufenthaltsnachweis oder ggf. Registrierungsbescheinigung als EU-Bürger
  • Mietvertrag oder Nachweis über deinen Aufenthalt (z. B. Buchungsbestätigung eines Wohnraums)
  • Nachweis über Einkommen oder Selbstständigkeit (z. B. Verträge, Kontoauszüge, Rechnungen)

Die genauen Anforderungen können leicht je nach Kommune variieren, daher lohnt sich ein Blick auf die jeweilige Website der Stadt oder ein kurzer Anruf vorab.

Wann greift die Krankenversicherung in Dänemark?

Dein Versicherungsschutz beginnt nicht rückwirkend, sondern ab dem Zeitpunkt, an dem du offiziell ins System aufgenommen wurdest – also mit aktiver CPR-Nummer. Sobald die Registrierung abgeschlossen ist und du dein Sundhedskort erhältst, bist du abgesichert. Für die Übergangszeit lohnt sich eine private Auslandskrankenversicherung, damit du nicht ohne Schutz dastehst.

Wenn du dir unsicher bist, ob dein Schutz greift, prüfe bei deiner Kommune den aktuellen Stand deiner Anmeldung oder kontaktiere „Borger.dk“, das zentrale Bürgerportal für öffentliche Dienstleistungen in Dänemark.

Krankenversicherung in Dänemark bei temporärem Aufenthalt oder Reisen

Wie funktioniert die Krankenversicherung in Dänemark als EU-Bürger?

Wenn du als digitaler Nomade nur vorübergehend in Dänemark bist – also weniger als drei Monate – brauchst du dich nicht direkt im dänischen System anmelden. Als Bürger eines EU-Landes kannst du viele medizinische Leistungen vor Ort in Anspruch nehmen, sofern du über deine europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) verfügst. Damit hast du Zugang zur Notfallversorgung und notwendigen medizinischen Hilfe – und das unter gleichen Bedingungen wie die dänischen Einwohner. Du zahlst also nur den üblichen Eigenanteil, falls vorhanden. Wichtig: Die EHIC deckt keine geplanten Behandlungen oder private Gesundheitsleistungen ab.

Bin ich bei einem kurzen Aufenthalt über die deutsche Versicherung abgesichert?

Ja – solange dein Wohnsitz in Deutschland bleibt und du über eine gesetzliche oder private Krankenversicherung verfügst, bist du bei vorübergehenden Aufenthalten in Dänemark in der Regel abgesichert. Das gilt vor allem für Geschäftsreisen, Urlaube oder Probeaufenthalte unter drei Monaten. Auch als Selbstständiger mit Sitz in Deutschland kannst du deine Versicherung dort behalten, solange du nicht dauerhaft in Dänemark lebst oder dein Einkommen dort versteuerst. Es ist allerdings sinnvoll, im Vorfeld bei deiner deutschen Kasse nachzufragen, in welchem Umfang der Schutz gilt – gerade bei neuen Wohnformen wie “Workations”.

Reicht eine europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) für Dänemark?

Für eine temporäre Nutzung reicht die EHIC meist aus, um dich im dänischen Gesundheitssystem behandeln zu lassen – z. B. bei einem gebrochenen Fuß oder einer akuten Krankheit. Du bekommst damit jedoch nur Zugang zur öffentlichen Grundversorgung, und es können Wartezeiten oder Selbstbeteiligungen anfallen. Spezielle Leistungen, etwa beim Zahnarzt, bei Psychologen oder privaten Spezialisten, werden häufig nicht übernommen. Auch ein medizinisch notwendiger Rücktransport ist nicht abgedeckt. Deshalb entscheiden sich viele digitale Nomaden zusätzlich für eine private Reise- oder Auslandskrankenversicherung, besonders bei mehreren Auslandsaufenthalten im Jahr.

Welche Reiseversicherungen sind als Ergänzung sinnvoll?

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, ergänzt du deine EHIC mit einer Auslandskrankenversicherung oder einer speziellen Police für digitale Nomaden. Diese gibt es als Einmalschutz für einzelne Trips oder als Jahresverträge – letzeres lohnt sich, wenn du regelmäßig unterwegs bist. Achte darauf, dass auch Rücktransport, ambulante Behandlungen, Zahnnotfälle und ggf. chronische Erkrankungen abgedeckt sind. Wenn du gar keinen festen Wohnsitz in Europa hast oder deine Zielorte häufig wechselst, kann eine internationale Krankenversicherung die bessere Wahl sein. Sie deckt oft mehrere Länder und längere Zeiträume ab – und ist flexibler als klassische Kassenlösungen. In jedem Fall solltest du vor Abreise klären, wie deine Krankenversicherung in Dänemark im Notfall greift – und wann du mit Kosten rechnen musst.

Fazit

Für digitale Nomaden, die nach Dänemark ziehen oder länger dort bleiben möchten, ist eine rechtzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema Krankenversicherung essenziell. Wer länger als drei Monate im Land lebt oder seinen Wohnsitz offiziell dorthin verlegt, muss sich beim dänischen Gesundheitssystem anmelden. Mit der CPR-Nummer erfolgt automatisch der Eintritt in das öffentliche System, das über die Einkommenssteuer finanziert wird – separate monatliche Beiträge wie in Deutschland entfallen. Die staatliche Versorgung bietet eine umfangreiche Grundabsicherung, private Zusatzversicherungen können jedoch sinnvoll sein, etwa für schnellere Facharzttermine oder spezielle Behandlungen. Temporäre Aufenthalte bis zu drei Monate sind in vielen Fällen durch die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) abgedeckt. Wer jedoch längere Zeit unterwegs ist, nicht in Dänemark steuerpflichtig wird oder einen flexiblen Schutz über Landesgrenzen hinweg sucht, sollte über eine internationale Krankenversicherung nachdenken. Wichtig ist in jedem Fall die Vorbereitung: Nur wer seinen Aufenthalt sauber anmeldet, die nötigen Unterlagen einreicht und sich beim öffentlichen System registriert, kann die Vorteile der dänischen Gesundheitsversorgung in vollem Umfang nutzen. Für Selbstständige gelten die gleichen Regeln wie für Angestellte – die Krankenversicherung erfolgt über die Steuer und ist Pflicht bei Wohnsitz und Einkommen in Dänemark. Wer seine deutsche Versicherung behalten möchte, sollte rechtzeitig klären, ob und unter welchen Bedingungen dies möglich ist. Für kürzere Auslandsaufenthalte empfiehlt sich in jedem Fall eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung, die auch Leistungen außerhalb der EHIC abdeckt. Insgesamt bietet Dänemark ein solides, zugängliches Gesundheitssystem, das auch für ausländische Selbstständige transparent und gut organisiert ist – wenn man die Voraussetzungen kennt und entsprechend handelt.